Amnesty International Hochschulgruppe Aachen

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Hochschulgruppe Aachen

StartseiteMutter werden. Ohne zu sterben.

10.11.2010

Unsere Aktion: Mutter werden. Ohne zu sterben.

Unter diesem Motto steht die Amnesty- Kampagne zum Thema Müttersterblichkeit in Burkina Faso, die im Dezember 2010 endet. Burkina Faso gilt als eines der stabilsten Länder Westafrikas. Trotzdem sterben pro Jahr ca. 2000 Frauen, das sind mehr als 5 Frauen pro Tag, aufgrund von Komplikationen während ihrer Schwangerschaft oder der Geburt ihres Kindes. Besonders erschütternd daran ist, dass fast alle diese Todesfälle durch ein besser ausgebautes Gesundheitswesen verhindert werden könnten. [...]

Die medizinische Infrastruktur Burkina Fasos ist schlecht ausgebaut. Nur 7,8 % des Staatshaushaltes werden hierfür aufgewendet. Zum Vergleich: Der von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) festgelegte Standard liegt bei 10 %. Die Kosten für medizinische Behandlungen sind sehr hoch. Frühe Heiraten und mangelnde sexuelle Aufklärung verschärfen das Problem zusätzlich. Deshalb fordert Amnesty International die burkinische Regierung (unter anderem) dazu auf, die erforderlichen finanziellen Mittel für die Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Müttern bereitzustellen und die wirtschaftlichen, infrastrukturellen und kulturellen Hindernisse zu einer angemessenen Gesundheitsvorsorge, die gerade für arme Frauen aus ländlichen Gebieten bestehen, abzubauen.

Wir beteiligten uns mit einem Smart-Mob und einem Infostand an der Kampagne. Um die Aufmerksamkeit der Studentinnen und Studenten für unser Anliegen zu gewinnen, verkleideten sich einige Mitglieder als schwangere Frauen (ein Kissen unter dem Pullover musste hier symbolisch ausreichen) und mimten auf ein Zeichen gleichzeitig für einige Minuten ihren Tod. An unserem Infostand wurden Infomaterialien mit näheren Erläuterungen zur Müttersterblichkeit und der Arbeit von Amnesty International bereitgehalten. Gleichzeitig wurden Unterschriften für die Petition an den burkinischen Präsidenten gesammelt. Außerdem hatten Interessierte die Möglichkeit vorbereitete Stoffreste mit ihren eigenen Gedanken zum Thema Müttersterblichkeit zu versehen. Diese wurden von allen teilnehmenden Hochschulgruppen zusammengetragen und - zu einem großen Patchwork-Tuch zusammengenäht, welches die von vielen Frauen in Burkina Faso getragene, sogenannte „Pagne“ darstellt - der burkinischen Botschaft in Berlin übergeben. (siehe hierzu auch: http://www.amnestystudents.org/index.php?id=88 )

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